Tagebuch I
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Tagebuch I (ab 24. Oktober 98)

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Die neuen Bilder sind eingetroffen...siehe Tagebuch II
(aktualisiert am 07.02.1999)
Oktober 98 Buenos Aires. Wir sind gut gelandet. Beat kam 6 Minuten vor mir in dieser fremden Welt an. Natürlich ging das Abenteuer sofort los. Wer wird denn gleich ein Taxi nehmen?! Mit dem Stadtplan in der Hand suchten wir das Hotel. Die Leute hier sind wirklich nett.....ein Herr half uns sofort den Weg ins Hotel  zu finden....nach 10 Minuten Fussmarsch mit Sack und Pack, erbarmte sich eine andere Person und schickte uns in die entgegengesetzte Richtung.....und bald standen wir vor dem richtigen Gebäude! Nun... Luxus würde ich das Zimmer nicht nennen....die Tauben im Hinterhof warten nur darauf, dass jemand den Kopf zu weit herausstreckt....!
...und endlich wurde es  Montag und wir konnten den Unimog auslösen. Von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr waren wir unterwegs, rannten von Zollposten zu anderen Posten und zurück, doch dann stand er endlich vor uns.... unser geliebter Unimog. Fast noch Vollständig ging die Fahrt los, raus aus dieser Stadt, endlich etwas Landluft schnuppern.

Unser erstes Reiseziel ist Iguazu - die Wasserfälle! Wir kommen langsam voran. Oft legen wir eine kurze Pause ein,  wenn gerade die Polizei ein Auge auf uns geworfen hat. Aber eben; andere Länder - andere Sitten.
Der Weg führt uns von Buenos Aires - Paysandu......weitere Details und natürlich die bildlichen Eindrücke folgen später......

27.10.1998 Das komfortable Hotelzimmer in Buenos Aires

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Bereits vor 10.00 Uhr stehen wir vor der Türe der Firma Nortemar in Buenos Aires. Die erste Station des langen Weges um den Unimog durch den Zoll nach Argentinien zu schleusen.
Zuerst gilt es, bei Nortemar irgendwelche dubiosen Taxen zu bezahlen. Diese sind nicht sehr hoch, aber ein Fehlen des entsprechenden Papiers macht sich im Hafen unange- nehm bemerkbar. Die 2. Station ist der Hafen, wo wir den Rest des Tages verbringen werden. Dort gibt es verschiedene Gebäude wie Hauptbüro, Zollbüro, Emba. Diese sind in verschiedene Sektionen unterteilt, die ihre Büros zumeist an verschiedenen Orten in verschiedenen Gebäuden haben, was die Sache nicht einfacher macht. Sergio, Ramon, Dietrich, José Luis sind furchtbar nette Leute, welche sich unheimlich sputen müssen, sämtliche Formulare bis 18.00 Uhr ausgefüllt, kopiert, unterschrieben und gestempelt zu haben. Sie helfen wo es geht, machen alles für dich, schleppen den nächstbesten englischsprechenden Kumpel herbei, um die Verständigung zu erleichtern und bitten dich am Schluss nur um einen Gefallen - diese Unterschrift da - da, die fehlt noch!
Den ganzen Tag wetzen wir im Hafengelände hin und her, sammeln Formulare und Unterschriften. Ich ergattere sogar einen Ausweis für den freien Zugang ins Hafengelän- de. Kurz vor 16.00 Uhr wage ich den ersten Durchbruchsversuch mit dem Unimog durch die Ausfahrt. Dieser scheitert jedoch kläglich, weil ein weiteres Formular fehlt! Eine Patt-Situation entsteht, weil zwei Stellen erst eine Unterschrift von der anderen fordern. Die Lösung wird im Büro von "Dietritsch" gefunden, der sich geschickt hinter einem Stapel Container versteckt. "Dietritsch" schickt zwei Jungen los, die Ramon herschaffen müssen. Ramon und "Dietritsch" dürfen zusammen ein Formular ausfüllen, das mir zum begehrten Formular verhilft.
Gegen Abend versuche ich den zweiten Durchbruch. Der erste Posten wird nun problemlos passiert, der zweite hat sich unterdessen geschickt vorbereitet und liest seine Kontrollfragen auf Englisch von einem Spickzettel ab. 18.00 Uhr, der letzt Posten winkt mich durch den Zoll - G E S C H A F F T !!!

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Um $ 250.-- ärmer, aber bereichert durch einen Stapel unnützer Formulare und einem Loch in meiner Schuhsohle, lade ich meinen Reisebegleiter auf, der seit zwei Stunden vor der Hafeneinfahrt sitzt und unser ganzes Gepäck bewacht.

Ab in's Wunderland der grossen weiten Welt - Bushdriver Tutu is back on the road!

Brücke über den Rio Urugay

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Herr der Fliegen und Moskitos?

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Wilde Pferde grasen friedlich in den üppigen Wald- und Wiesenplätzen

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Frühlingsputz auf der Raststätte

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28.10.1998 Wer wird denn da gleich nasse Füsse kriegen...

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29.10.1998 Beat als Hausmann; es gibt Spaghettis mit Tomatensauce

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Landschaftseindrücke auf dem Weg nach Iguazu: Ausschnitt eines Stausees

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30.10.1998 ..on the road again...
Ein Bild der endlosen Weite. Manchmal geht es 20-30 km geradeaus....

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31.10.1998

 

Position:

Weekendhaus
José-Luis, Candelaria
27º28.2 S
55º45.3 W

Km-Stand:
159680

Le juge et le camion

Während der Rast an einer Tankstelle in Candelaria (Misones) interessiert sich ein Mann brennend für unser Reisemobil. Als er unser Gefährt eingehend bewundert hatte, zückte er sein Visitenkärtchen. Soeben hat uns ein Bundesrichter eingeladen, sein Wochenend- häuschen zu besichtigen!
Sein Grundstück ist wirklich sehr "bescheiden". Ein Haus, ein Schwimmbad, ein gedeckter Grillplatz mit Toilette und Kühltruhe, ein kleiner Fussballplatz, Hundekäfige, ein oder zwei kleinere Gartenhäuschen, alles grosszügig auf dem Stück Land verteilt.
Zwei Nächte parken wir unser Reisemobil auf dem Rasen. Das Haus steht uns offen, wir werden grosszügig ein Wochenende lang bewirtet. Der "juge federal" und seine Frau laden an beiden Tagen Freunde zum Essen ein, wobei die beiden "Suizos" genügend Gesprächsstoff liefern. Da unser Spanisch noch sehr rudimentär ist, wird sofort ein anderer "Suizo" herbeigerufen. Guy ist nach Argentinien ausgewandert und dolmetscht von nun an französisch/spanisch, da er aus Lausanne stammt....
Höhepunkt des Tages ist sicher das Fussballspiel, an dem sich alle "Manne und Chinde" beteiligen. Das Spiel wird entscheidend erschwert durch unsere Wäscheleine, die sich quer durch's Spielfeld spannt.
Teil des Anwesens des Bundesrichters José Louis

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01.11.1998 Das grosse Fressen

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Die Tochter von José-Luis beim Glacé schlemmen.

04.11.1998

Position:

Haus von Widers
27º28.56 S
55º49.78 W

Km-Stand:
159748

Das Haus von Guy und Teresita

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Nach Ablauf des Wochenendes ziehen wir zu Guy um, der uns helfen will, besser mit den argentinischen Strassenverkehrsordnungen zurechtzukommen. Er hat ein Atelier, wo er Kunstwerke aus Stahl macht, die als Fenstergitter, Türportale oder Lampenträger dienen. Guy konstruiert für uns einen "paragolpe", eine Art Stossstange für den Unimog, dazu eine Abschleppstange, und hilft uns bei der Montage von Sicherheitsgurten. Er ist optimistisch, dass wir von nun an keine Probleme mehr mit den Wegelagerern (sprich Policia) haben werden.
Nach drei Tagen auf Guys Grundstück ist es Zeit für uns aufzubrechen. Wir haben hier fünf wunderbare Tage erlebt, viele Leute kennengelernt und eine sagenhafte Gastfreundschaft bei den Leuten aus Misiones entdeckt. Und wir hoffen, dafür ein wenig zurückgegeben zu haben: wunderliches Staunen über die zwei 'Suizos' mit ihrem Reisemobil, eben - Le camion.
05.11.1998

Position:

Zeltplatz,
San Ignacio
27º15.23 S
55º32.25 W

Km-Stand:
159798

Während der Fahrt nach Catarratas.

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06.11.1998

Position:

Nationalpark
Cataratas Iguazú
25º42.18 S
54º25.48 W

Km-Stand:
160055

Wir haben eine Echse im Nationalpark Cataratas del Iguazu entdeckt und wagen das schwierige Unterfangen ein Foto ohne Macro-Objektiv zu schiessen.

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Die argentinischen Autofahrer kennen nichts und überholen rechts auf dem Pannenstreifen, der meistens aus Schotter besteht. Ausser Rauchwolke sah man nichts mehr.

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07.11.1998 ...und nun die grossartigen Bilder der Iguazu - Wasserfälle. Photographiert von der argentinischen Seite aus, alles was man zu Fuss machen kann.

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Von Puerto Canoas fahren wir zum Garganta del Diablo. Das heisst, zum eigentlichen Wasserfall führt ein ca. 300 m langer Steg. Sicht aus der Ferne auf das verschwindende Wasser.

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Natürlich dürfen auch die obligatorischen Touristenfotos nicht fehlen: Marc und Beat vor dem grossen Wasserfall

09.11.1998

Position:

Haus von José-Luis, Posadas
27º21.5 S
55º53.8 W

Km-Stand:
160483

Auf der Weiterfahrt von Iguazu in die Weite Patagoniens trafen wir nochmals die Familie Casals, dieses mal mit der Haushälterin Andrea und dem Chauffeur Juan:

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10.11.1998

Position:

Tankstelle bei
Goya
29º11.72 S
59º13.57 W

Km-Stand:
160892

Während wir über die staubigen Strassen rasen, welche mit Schlaglöcher durchsetzt sind und urplötzlich aufhören, kommen wir an Termitenhügeln, trockenen Graslandschaften und an, durch  Überschwemmungen gegrünte Landschaften vorbei.

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Natürlich darf auch der Sonnenuntergang nicht fehlen

Weiter geht's im Tagebuch II